Wir Katholiken müssen uns erneuern: Deutschland braucht Jesus

Seit der Königsteiner Erklärung 1968: Verlust des Glaubens

Das Jahr 1968 war ein Jahr des Unheils: durch den geistlichen Ungehorsam der deutschen Bischöfe, nur unser Berliner Kardinal Bengsch protestierte, meinte man, zurückweichen zu dürfen: obwohl Verhütungsmittel als Todsünde verboten sind, weil sie den Geschlechtsverkehr auf das reine Vergnügen verringern und so die Fruchtbarkeit des Kinderschenkens verhindern, meinten diese selbst ernannten Tugendwächter, dass Todsünde – in Gruppendynamik vollzogen – eigentlich eine Tugend ist.

Damals hieß es Paragraph 12 am 30.8.1968 ( konigsteiner-erklarung-30-8-1968 )

12. Auf der anderen Seite wissen wir, daß viele der Meinung sind, sie könnten die Aussage der Enzyklika über die Methoden der Geburtenregelung nicht annehmen. Sie sind überzeugt, daß hier jener Ausnahmefall vorliegt, von dem wir in unserem vorjährigen Lehrschreiben gesprochen haben. Soweit wir sehen, werden vor allem folgende Bedenken geltend gemacht: Es wird gefragt, ob die Lehrtradition in dieser Frage für die in der Enzyklika getroffene Entscheidung zwingend ist, ob gewisse neuerdings besonders betonte Aspekte der Ehe und ihres Vollzuges, die von der Enzyklika auch erwähnt werden, nicht ihre Entscheidung zu den Methoden der Geburtenregelung problematisch erscheinen lassen. 
Wer glaubt, so denken zu müssen, muß sich gewissenhaft prüfen, ob er – frei von subjektiver Überheblichkeit und voreiliger Besserwisserei – vor Gottes Gericht seinen Standpunkt verantworten kann. Im Vertreten dieses Standpunktes wird er Rücksicht nehmen müssen auf die Gesetze des innerkirchlichen Dialogs und jedes Ärgernis zu vermeiden trachten. Nur wer so handelt, widerspricht nicht der rechtverstandenen Autorität und Gehorsamspflicht. Nur so dient auch er ihrem christlichen Verständnis und Vollzug.

Anders ausgedrückt: sprichst du basisdemokratisch unendlich in deinem Theologie-Bastel-Kreis, darfst du alles sagen – weil du einen Minderheitenstatus einnimmst. Du bist dann nur ein ‚Durchgangs-Ketzer‘, im „Vollzug“ eben, aber eigentlich doch Christ.

Damals war es ein Einzelner, der liebe Kardinal Bengsch, der sich dem Zeitgeist tapfer entgegenstellt, worauf Kardinal Schönborn hinweist, und er urteilt in einem kath.net-Artikel vom 17.11.2008 ( kardinal-schonborn-zur-sunde-der-konigsteiner-erklarung

denn ich denke, dass dies auch eine Sünde von uns Bischöfen ist, auch wenn niemand von uns im Jahre 1968 Bischof war.

Das zeigt die Wunde auf: die Sünde ist in den deutschen Episkopat eingedrungen – und die Folgen sind für Deutschland fühlbar, worauf Kardinal Schönborn ebenfalls hinweist:

Heute haben in Deutschland bei Hundert Eltern 64 Kinder und 44 Enkelkinder: das bedeutet, dass in einer Generation die deutsche Bevölkerung – ohne Einwanderung – sich halbiert.

Ja, die katholischen Dogmen sind Leben, weil sich im Lehrsatz der Fürst des Lebens, Jesus, ausdrückt.

Jeder Abbruch der Kirchenlehre, jeder Verrat, ist letztlich einer am Leben selbst: Deshalb müssen wir Buße tun und wieder zu Jesus zurückkehren!