„Was befürchten Sie bei der Rückkehr nach Afghanistan?“

BAMF-Fangfrage: Flüchtlingsangst wird zynisch geleugnet

Es ist schwer zu glauben: Flüchtlinge aus Afghanistan werden im sicheren Deutschland allen Ernstes gefragt, warum sie Angst haben, in ihr Heimatland abgeschoben zu werden.

Wir erinnern uns: in Afghanistan herrschten flächendeckend die radikalislamistischen Taliban, die ihr Land in die Steinzeit zurück bombten: alte Relikte fremder Religionen wurden zu Staub pulverisiert – und viele Menschen, auch Christen, mussten ihr Leben lassen.

Lesen Sie hier den Facebook-Post vom 20.Januar 2017 von Pastor Gottfried Martens:

Auch heute Nacht sitze ich wieder staunend vor so manchem Anhörungsprotokoll des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge. Meine Lieblingspassage der heutigen Nacht:
Anhörer: „Was befürchten Sie bei der Rückkehr nach Afghanistan?“
Antwort: „Wir sind konvertiert. Wir haben dort Angst.“
Anhörer: „In Afghanistan herrscht Religionsfreiheit.“

Man staunt immer wieder über die intimen Kenntnisse des Landes, die die Anhörer bei ihren Anhörungen zeigen. In einem Land, das im gegenwärtigen Weltverfolgungsindex von Open Doors auf dem dritten Platz steht, herrscht für das Bundesamt also Religionsfreiheit. Ein anderer Anhörer hatte dort in Afghanistan ja sogar schon sichere Siedlungsgebiete für Christen ausgemacht. Was für wunderbare Verhältnisse, in die afghanische Christen bei ihrer Deportation in die Heimat abgeschoben werden! Merkwürdig nur, dass sie dort in Afghanistan kein einziges christliches Kirchgebäude finden werden …