„Warum zahlen Sie keine Kirchensteuer?“

BAMF-Anhörer: Kirchensteuer als Kennzeichen eines Christen?

Die Mädchen und Jungs des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF) sind nicht dumm; nein, sie wissen, dass es Kirchen den Status ‚Körperschaft öffentlichen Rechtes‘ haben und also qua Amt Steuern nehmen können.

Nur gibt es da noch die Freikirchen, die auch Privilegien haben, aber keine Kirchensteuer eintreiben.

Die ‚Selbständig Evangelisch-Lutherische Kirche‘ (SELK) ist so eine Freikirche, die keine Kirchensteuer erhebt.

Wenn man sich diese BAMF-Anhörer vorstellt, dann denkt man unwillkürlich an den Kirchenhass der Stasi, wo mit allen Mitteln versucht wurde, Dreck zu finden!

Lesen Sie den gesamten Facebook-Post vom 15.Dezember 2016 von Pastor Gottfried Martens:

Aus unserer beliebten Serie „Wie das BAMF die Ernsthaftigkeit der Hinwendung zum christlichen Glauben bei Asylbewerbern überprüft“:
Ich zitiere aus einem Anhörungsprotokoll; der Asylbewerber wird gefragt:
„Warum sind Sie Christ geworden?
A: Ich bin als sunnitischer Moslem geboren und aufgewachsen, ich hatte immer Angst vor dem Gott, habe mich immer entfernt von Gott gefühlt. Gott war für mich immer ein Wesen des Schreckens. Einen lieben Gott habe ich erst hier kennen gelernt. Jesus hat den Tod überstanden und ist noch mal aus dem Grab gestiegen. Ich hatte vor dem Tod immer Angst, jetzt habe ich diese Einstellung geändert.
Anmerkung: Es werden zusammenhanglose Sätze geäußert, die auch mit der Übersetzung keinen Sinn ergeben.“
Die Anhörerin überlässt es also noch nicht einmal dem Entscheider, was er von dieser Antwort des Asylbewerbers hält, sondern muss ihm gleich in einer Anmerkung mitteilen, dass Aussagen über die Liebe Gottes und die Auferstehung Jesu natürlich „keinen Sinn ergeben“. Wenn Christen über ihren Glauben reden, geben sie natürlich nur wirres Zeug von sich.
Bald darauf gelingt es der Anhörerin dann auch endgültig, unser Gemeindeglied als Asylbetrüger zu entlarven. Sie lässt sich von ihm seine Gehaltsnachweise geben (er hat nach einem Jahr Aufenthalt in Deutschland schon eine Arbeit, die ihn unabhängig von Sozialleistungen des Staates macht), prüft sie mit geübtem Blick und fragt dann triumphierend: „Warum zahlen Sie keine Kirchensteuer?“ Damit hat sie nun in der Tat erfasst, woran man einen ernsthaft konvertierten Christen erkennen kann, der auch in seiner Heimat sein Leben für den christlichen Glauben riskieren würde: nicht daran, dass er über die Bedeutung der Auferstehung Jesu über sein Leben reden kann, sondern daran, dass er Kirchensteuer an die Landeskirche zahlt.