„Man muss nicht getauft sein“

Das BAMF kennt die Christen besser als diese sich selbst…

Pastor Martens schreibt in seinem Facebook-Eintrag vom 20.11.2016 von der unfassbaren Selbstherrlichkeit des BAMF:

Während die christliche Lehre übergreifend ökumenisch davon ausgeht, dass durch die Taufe ein Mensch nicht nur der Nomination nach Christ wird, sondern wirklich wiedergeboren wird aus dem Taufwasser und dem Heiligen Geist, meint der ‚Anhörer des BAMF‘ doch glatt:

Man muss nicht getauft sein, um Christ zu sein.

Nein, das muss in der Tat nicht. Es gibt den guten Gedanken der Begehrungstaufe: wer sein Leben lang daran gehindert wird, sich taufen zu lassen, weil er z.B. in einem moslemischen Land verfolgt wird, kann sich als Christ ansehen – denn er konnte ja nicht anders. Urbild der Begehrungstäuflinge sind die Patriarchen des Alten Testaments: Abraham, David und die Propheten, die Jesus in Visionen sahen, aber noch nicht physisch mit Wasser getauft werden konnten; der Heiland der Welt kam erst Jahrhunderte später zur Welt.

Gleiches gilt für die Bluttaufe: wer also im Bekenntnis zu Jesus Christus durch das Schwert hingerichtet wird, z.B. durch einen IS-Terroristen, kann sich als getauft ansehen und als getauft sterbend. Der erste Bluttäufling steht in der Heiligen Schrift: es war der so genannte Schächer am Kreuz, also einer von den beiden, die rechts und links neben Jesus gekreuzigt wurden.

Diese absoluten Ausnahmen sind statthaft: wollen sich diese furchtbaren BAMF-Richter etwa darauf berufen?

Und: ist es nicht statthaft, in einem überwiegend christlichen Land, wie es Deutschland nun einmal ist, über den christlichen Glauben informiert zu werden, um sich taufen zu lassen?

Wo leben diese BAMF-Richter eigentlich? Und wer sind ihre Einflüsterer?

Lesen Sie, was Pastor Martens schreibt:

Heute habe ich bei uns in der Kirche erfahren, dass wieder sieben Gemeindeglieder eine Ablehnung ihres Asylantrags erhalten haben. Kein einziger hat eine positive Antwort erhalten. Für christliche Konvertiten aus dem Islam scheint es offenbar allmählich keine Möglichkeit mehr zu geben, hier in Deutschland als asylberechtigt anerkannt zu werden, auch und gerade, wenn sie ihren Glauben sehr aktiv praktizieren.

Was dahintersteht, ist mir heute bei der Lektüre eines Anhörungsprotokolls wieder sehr deutlich geworden. Als eines unserer Gemeindeglieder erklärte, es habe bei seiner Antragstellung noch gesagt, es sei religionslos, weil es ja noch nicht getauft sei, erklärte der Anhörer: „Man muss nicht getauft sein, um Christ zu sein.“ Man mache sich einmal klar, was das heißt: Das BAMF vertritt mittlerweile ganz offen religiös-dogmatische Aussagen, die im Gegensatz zur Lehre der Kirche stehen. Ebenso behauptet es ja, dass man die Vergebung der Sünden auch durch gute Werke wie im Islam bekommen könne und darum der Glaube an die Vergebung der Sünden durch den Kreuzestod Christi kein Asylgrund sei. Es ist immer dasselbe: Der Staat erklärt dogmatische Aussagen, die im Gegensatz zur Lehre der Kirche stehen, für verbindlich – und wer dieser religiösen Lehre des Staates nicht entspricht, der bekommt Probleme. Unsere Vorfahren in der altlutherischen Kirche hatten dieses Problem schon vor 200 Jahren. Da wollte der preußische König seinen Untertanen vorschreiben, was sie glauben sollten, und wer nicht mitmachte, wurde bestraft oder landete gar im Gefängnis. Heute maßt sich der Staat wieder an, religiöse Lehren, die im Gegensatz zur Lehre der Kirche aller Zeiten stehen, für verbindlich zu erklären – und verbannt auf der Grundlage seiner selbstgeschaffenen religiösen Lehren Christen aus Deutschland. Nehmen wir uns ein Beispiel an unseren kirchlichen Vorfahren! Leisten wir Widerstand, wo der Staat seine Grenzen offen überschreitet und in den Glauben der Kirche hineinregieren will! „Hier ist Geduld und Glaube der Heiligen!“ (Offenbarung 13,10)