Kein Dolmetscher – dafür sofortige Abschiebung

BAMF immer dreister: erst Verprügeln lassen – dann abschieben, weil kein Dolmetscher

Lesen Sie selbst über den unbeschreiblichen Umgang der BAMF-Richter mit christlichen Flüchtlingen, den Pastor Gottfried Martens am 10.Dezember 2016 auf Facebook gepostet hat:

Heute kam ein treues Gemeindeglied zu mir. Es war in seinem Asylbewerberheim wiederholt wegen seiner Konversion zum christlichen Glauben von muslimischen Mitbewohnern verprügelt worden; das Taufkreuz hatte man ihm vom Hals gerissen. Da die Verantwortlichen nichts unternahmen, um ihn zu schützen, mussten wir ihn mehrere Monate in unseren Gemeinderäumen unterbringen, weil die Rückkehr in sein Heim für ihn lebensgefährlich gewesen wäre. Er hatte seine Erfahrungen im Heim damals auch Volker Kauder vorgetragen, als der in unserer Gemeinde zu Gast war. Der hatte sich damals sehr bewegt über diesen Bericht gezeigt. Nun hatte unser Gemeindeglied vor nicht langer Zeit seine Anhörung. Zu seiner Überraschung war gar kein Dolmetscher anwesend. Der wurde per Videoschaltung dazugeholt. Immer, wenn unser Gemeindeglied gerade etwas erklären wollte, brach die Videoschalte zusammen. Es stellte sich heraus, dass der Dolmetscher überhaupt nicht verstand, was er sagen wollte. Nach 45 Minuten brach die Videoschaltung endgültig zusammen. Daraufhin wurde die Anhörung einfach abgebrochen. Ohne weitere Übersetzung wurde unserem Gemeindeglied ein Zettel unter die Nase gehalten, den er unterschreiben sollte. Er verließ völlig verzweifelt den Raum und berichtete mir sofort von der Anhörung, die in Wirklichkeit gar keine gewesen war. Damit er keine Möglichkeit hatte, gegen diese Farce zu protestieren, verzichtete das Bundesamt darauf, ihm, wie üblich, die Anhörungsniederschrift zuzusenden. Stattdessen bekam er nun sehr schnell einfach seinen Abschiebebescheid zugeschickt. Er hatte nicht Spur einer Chance, seine Asylgründe vorzutragen. Die Verletzungen am Körper, die er in seinem Heim erlitten hat, haben ihm schon sehr weg getan. Aber zu erleben, dass er hier in diesem angeblichen Rechtsstaat keine Chancen hatte, als verfolgter Christ anerkannt zu werden, schmerzt ihn natürlich noch viel mehr. Ich schäme mich für dieses Land, in dem das Recht so offen mit Füßen getreten wird!