Homo-Häresie in Stuttgart

LGBT-Lobby ist voll des Lobes! Was muss wohl in Stuttgart schief laufen?

 

Berlin, 3.Oktober 2018

CSD-Jury lobt ‚Katholische‘ Jugend – und eine Primiz mit Nacktszenen… Eigentlich steht Stuttgart für deutsche Wertarbeit in Gestalt von Daimler und für schwäbischen Erfindergeist.

Nun, vielleicht will man es hier genauer wissen: gelebte Homosexualität und katholische Lehre – passt gar nicht, oder doch?

 

  1. Die öffentliche Verkündigung von Bischof Gebhard Fürst über Homosexualität

Bischof Gebhard Fürst lässt in aller Öffentlichkeit verlautbaren, dass er von der kirchlichen Lehre auf dem wichtigen Feld der Homosexualität gar nichts hält. In keiner Weise spricht er von der Sünde der gleichgeschlechtlichen Unzucht, weshalb die notwendige Umkehr des Sünders entfällt.

Mit einem Wort: es braucht gar keine Frohe Botschaft von der Sündenvergebung mehr, weil es gar keine Sünde gibt.

 

  1. Beleg: Gegen Homo-Segnung-Ritus, aber für eingetragene Partnerschaften[1]

Wie alle vorher genannten Bischöfe in Deutschland geht Bischof Fürst nicht mehr davon aus, dass Homosexualität eine schwere Sünde ist.

Er schreibt am19.Juni 2015: „Eingetragene Partnerschaften sind von allen in der Gesellschaft zu tolerieren und dürfen nicht diskriminiert werden. Eine kirchliche Segnungsfeier lehne ich ab. Ebenfalls lehne ich die ‚Homo-Ehe‘, die ‚Ehe für alle‘ ab.“[2]

Mit einem Wort: homosexuellen Sexualität kann in so genannten ‚eingetragenen Partnerschaften‘ seinen Ausdruck finden – und die Kirche findet das gut. Kein Wort in dem zweitseitigen Text tadelt die gleichgeschlechtliche Unzucht zwischen Mann und Mann sowie zwischen Frau und Frau.

Die einzigen beiden Gründe gegen einen Homo-Trauungs-Ritus sind: „Verwechselbarkeit einer kirchlichen Segensfeier mit einer Trauung bzw. kirchlicher Heirat oder Hochzeit.“[3]

Und sehr schwach – das Kindeswohl. Weil Kinder naturgemäß durch gleichgeschlechtliche Sexualität nicht möglich sind, bleibt nur die so genannte „In-vitro-Fertilisation und Leihmutterschaft“[4], welche die Kirche aber schon immer abgelehnt hat.

Die problematische Erziehung eines Jungen bzw. Mädchens durch zwei Väter bzw. Mütter wird gar nicht thematisiert. Der gesamte Sprengstoff der Schwierigkeiten der armen Kinder, die die homosexuellen ‚Partner‘ in ihre ‚eingetragene Partnerschaft‘ quasi ‚einbringen‘, ist kein Thema für diesen Hirten.

Der Vorsatz, „das Wohl der Kinder zu achten und zu stützen“[5], ist wohl reinste Heuchelei.

 

  1. Beleg: BDKJ-Hauptversammlung 21.-24.April 2016[6]

Wie in den Erzbistum Berlin und Köln ist auch hier die katholische Jugend (Bund der Deutschen Katholischen Jugend) bundesweit Vorreiter heidnischer Lehre, die der katholischen Sexualmoral vollständig widerstreitet.

In ihrem Beschluss stellen die Delegierten fest: „Die kirchliche Lehre besagt, dass partnerschaftliche Liebe aufgrund der Schöpfungsordnung nur zwischen Mann und Frau ihren Platz hat. Sie beruht auf einem Umgang mit biblischen Texten und auf Annahmen über die Natur des Menschen, die jeweils nicht mehr unserem heutigen Wissensstand entsprechen, und sie ist geprägt von einer langen Tradition der Homophobie und der Abwertung und Diskriminierung von Homosexualität.“[7]

Keine Frage ist: natürlich wird ebenfalls jede Form von Keuschheit vor, in und nach der Ein-Ehe von Mann und Frau abgelehnt.

 

  1. Beleg: Positionstext auf der BDKJ-Diözesanversammlung 15.16.10.2016[8]

Die katholische Jugend in Rottenburg-Stuttgart drückt nur etwas radikaler aus, was viele andere unter der Hand schon lange denken.

Anhand eines Videos mit dem Titel ‚Verbotene Liebe‘[9] beklagte die Diözesanversammlung des BDKJ „das Fehlen eines Ritus zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare“[10].

Und: „Wir fordern daher unsere Kirchenleitung auf, einen geeigneten Ritus für die Segnung gleichgeschlechtlicher Paare zu entwickeln, um auch diesen Liebenden endlich ernsthaft zu zeigen:  ‚Es ist gut so, eure Liebe ist gut so. Ihr seid ein wichtiger Teil der Kirche.‘“[11]

Der Unterschied zwischen Bischof und Jugend ist nur graduell: beide meinen, dass gleichgeschlechtliche Unzucht ‚normal‘ ist; nur will der Bischof nicht alle Privilegien der Einehe zwischen Mann und Frau den Gender-Partner ermöglichen.

 

  1. Beleg: Pressemitteilung des BDKJ Rottenburg-Stuttgart[12]

Dort heißt es am 31.Juli 2017: „Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) Rottenburg-Stuttgart solidarisiert sich mit den Anliegen der LSBTTIQ-Community für gesellschaftliche Akzeptanz und eine vollständige rechtliche Gleichberechtigung, wie sie auf der Polit-Parade des Christopher Street Day (CSD) in Stuttgart am 29. Juli 2017 gefordert wurden. Damit macht er gleichzeitig seine Positionen zum kirchlichen Umgang mit gleichgeschlechtlichen Partnerschaften deutlich.“[13]

Kein Wort der Diskussion über das, was zum einen die kirchliche Lehre beinhaltet noch der eigene Bischof zum Tragen bringt.

Weder eine Treue zum Apostolischen Stuhl noch zum Ortsbischof ist erkennbar: katholisch ist hier nichts, auch nicht im Ansatz.

 

  1. Beleg: Jury des Stuttgarter CSD zeichnet die KJG Rottenburg-Stuttgart aus

Endlich am Ziel angelangt scheint die Katholische Junge Gemeinde aus Rottenburg-Stuttgart zu sein. Das selbst ernannte ‚Zentral-Organ der Homo-Lobby‘(so der selbst gewählte Tenor), queer.de, lässt am 30.Juli 2018 Miriam L. als KJG-Diözesanleiterin sprechen: „Für uns steht die katholische Kirche und der christliche Glaube für Gottes Liebe. Das ist aber oftmals nicht der äußere Blick darauf. Viele kennen nur die konservative Haltung von Kirche. Das wollen wir ändern.“[14]

Die ehemals katholische Jugend wird sozusagen als Pressure-Group von den LGBT-Gruppen gegen Papst und Lehramt in Stellung gebracht: wer hätte geglaubt, das noch erleben zu dürfen!

Mit einem Wort: wenn eine kritische Masse von Irrenden lange bohrt, wird das Bischofsamt hinfällig – und die vollendete Irrlehre kommt heraus.

 

  1. Beleg: der Tübinger Professor Dr. Matthias Möhring-Hesse[15]

Unter der Überschrift ‚Mit offenem Herzen und großem Mut‘ stellt dieser Professor für ‚Theologische Sozialethik‘ am 15.10.2014 fest, was man in der Nazi-Zeit als ‚gesundes Volksempfinden‘ bezeichnet hätte: „In ihrer Distanz gegenüber den kirchenamtlichen Vorgaben haben die Glaubenden theologisch und ethisch überaus gute Gründe, demgegenüber die Gründe für die kirchenamtlichen Vorgaben äußerst schwach aussehen. So halten sie ihre Beziehungen für gut und richtig, wenn sie diese mit ihren Partnerinnen oder Partnern und mit ihren Kindern aufrichtig und fair aushandeln. Und für geglückt, wenn ihnen dieses Aushandeln gelingt und sie ihre Beziehungen entsprechend leben. Für gut und richtig halten sie es hingegen nicht, wenn ihnen vermeintliche Vorgaben der Bibel, des ‚Das war immer schon so‘ oder der ‚Natur‘ und ihrer Biologie vorgehalten werden.“[16]

Mit einem Wort: Papst und Katechismus sind von gestern, das Neue ist das Gute. Ein offener Aufstand gegen die geltende Lehre über Ehe und Familie wird quasi vom deutschen Staat bezahlt.

Und auf die Frage „Was raten Sie Seelsorgerinnen und Seelsorgern im Umgang mit Menschen, die in dieser Wirklichkeit an den Idealen gescheitert sind?“[17], antwortet er: „Mit offenem Herzen und großem Mut die ihnen von Papst Franziskus empfohlene Freiheit der Seelsorge wahrzunehmen. Seelsorge wird ‚vor Ort‘ gemacht. Weiterhin rate ich ihnen, den Menschen zuzuhören. Für kluge und aufrichtige Christinnen und Christen ist nicht jede Scheidung, ist nicht jede zweite Hochzeit, ist nicht jede ‚Patchwork-Familie‘ ein Scheitern, sondern häufig eine Leistung und zumeist eine gute Entscheidung.“[18]

Als ehemaliger Protestant mit einem Diplom ‚Evangelische Theologie‘ in der Tasche würde ich mal keck behaupten, der Mann ist in der falschen Kirche: bitte austreten – und die Kirche wechseln!

 

  1. Beleg: Erotik-Primiz eines Stuttgarter Neupriesters[19]

Nacktszenen bei einer Primiz-Feier eines Jungpriesters? In der Augsburger Moritzkirche geschah dies Mitte Juli 2018 – die Fotos zeigen dies eindeutig.[20]

Früher galt der Satz: „Für einen Primizsegen muss man sich die Schuhsohlen durchlaufen.“ Heute gilt wohl mehr der Satz: Ja, kann stimmen, aber muss nicht, weil die Irrlehre Deutschlands katholische Bistümer zerfressen hat.

 

[1] http://www.drs.de/bischof/texte-und-reden/a-bischof-dr-gebhard-fuerst-positionierun-00005626.html

[2] Ebd.

[3] Ebd.

[4] Ebd.

[5] https://www.drs.de/service/nachrichten/a-partnerschaft-ja-ehe-und-elternschaft-n-00005628.html

[6] https://www.bdkj.de/fileadmin/bdkj/Dokumente/HV/2016/Beschluss_Zum_kirchlichen_Umgang_mit_Liebe_und_Partnerschaft_Text.pdf

[7] Ebd.

[8] https://www.kjg-vielfalt.de/downloads/BDKJ-Positionspapier-Eure-Liebe-ist-gut-so!.pdf

[9] http://www.kath.net/news/57043/print/yes

[10] https://www.kjg-vielfalt.de/downloads/BDKJ-Positionspapier-Eure-Liebe-ist-gut-so!.pdf

[11] Ebd.

[12] https://www.bdkj.info/meldungen/31-07-2017-position-zur-csd-parade/

[13] Ebd.

[14] https://www.queer.de/detail.php?article_id=31641

[15] http://www.drs.de/service/nachrichten/a-mit-offenem-herzen-und-grossem-mut-00005436.html

[16] Ebd.

[17] Ebd.

[18] Ebd.

[19] http://kath.net/news/64490

[20] Ebd.