Homo-Häresie in München

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz fördert Homo-Häresie auf allen Ebenen

Berlin, 26.August 2018

 

Neben den Erzbischöfen Koch und Woelki gibt es einen dritten katholischen Bischof, der gleichgeschlechtliche Sexualität nicht nur verharmlost, sondern diese schwere Sünde sogar leugnet.

Es ist der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Erzbischof von München und Freising, Reinhard Kardinal Marx, der allerdings noch viel weiter geht, als seine Kollegen aus Berlin und Köln. Er ist der Einzige, der ganz offen Messen für Homosexuelle duldet.

 

  1. Beleg: Interview im Bayrischen Rundfunk vom 3.2.2018

Im öffentlich-rechtlichen Rundfunk Bayerns, in welchem das Erzbistum München-Freising, liegt, erklärte Kardinal Marx im Hinblick auf die Forderung eines anderen katholischen Bischofs namens Bode nach der Homosexuellen-Segnung: „Da muss man auch ermutigen dazu, dass die Priester und Seelsorger den Menschen in den konkreten Situationen auch einen Zuspruch geben. Ich sehe da eigentlich keine Probleme.“[1]

Im Kommentar des ‚Münchener Kirchenradios‘ klang das als Verstärker so: „Kardinal Marx richtet seinen Blick auf die Priester und Seelsorger, die von gleichgeschlechtlichen Paaren aufgesucht werden und sich eine Stärkung, einen Segen wünschen.“[2]

Mit einem Wort: der Verstärker durch den eigenen Rundfunk meint, dass Menschen, die als „gleichgeschlechtliche Paare“, nicht als Einzelne, ihre gleichgeschlechtliche Unzucht quasi absegnen lassen wollen, gemeint seien.

 

  1. Beleg: Interview in ‚Herder-Korrespondenz‘ (1/2018)[3]

Das oben genannte Interview wurde erst möglich, als Äußerungen von Kardinal Marx in einem Vorabdruck der Zeitschrift ‚Herder-Korrespondenz‘ öffentlich wurden, in welcher er die Todsünde gelebter Homosexualität in Abrede stellte: „Die tiefste Entscheidung wird im Gewissen gefällt. Das ist immer die Lehre der Kirche gewesen. Das sind ja die am meisten umstrittenen Punkte von der Synode bis jetzt zu den Diskussionen nach ‚Amoris laetitia‘. Da geht es einmal mehr um die Frage der Situation, in der sich jemand befindet. Die Schwierigkeit besteht darin, objektiv von außen zu sagen, jemand sei in einem Zustand der Todsünde. Ohne Blick auf die Gewissenssituation des Einzelnen, ohne Blick auf seine Realität, auf die konkreten Umstände ist eine wirklich umfassende und die Schwere der Schuld bewertende Beurteilung nicht möglich.“[4]

Auf die Frage „Gilt das auch für das Thema Homosexualität“ antwortet Kardinal Marx: „Selbstverständlich gilt das auch da. Aber natürlich muss der Gläubige auch hier vor die ganze Wirklichkeit des Glaubens geführt werden und die Stimme der Kirche hören. Es reicht nicht, zu sagen, man wisse selbst, was für einen gut ist. Das wäre noch keine Gewissensentscheidung im Kontext des Evangeliums.“[5]

Dem Grundsatz nach wird hier die katholische Lehre von den moralischen Absoluta behandelt, die seit Veritatis Splendor 79-81 deutlich entschieden ist: ja, jeder Mensch kann in seinem Gewissen erkennen, dass analog den Zehn Geboten Töten, Unzucht und Diebstahl immer verboten sind.

Kardinal Marx versucht entlang der ‚Königsteiner Erklärung‘, die einen deutlichen Vorbehalt zu Humanae Vitae setzte und die letztlich Verhütungsmittel erlaubt hat, weitere Todsünden salonfähig zu machen, ja sie sogar zu segnen.

 

  1. Beleg: Queer-Gottesdienst in St. Paul (München)[6]

Anders als in Berlin und Köln gibt es nur im Erzbistum München offen Heiligen Messen besonders für LGBT-Menschen, also Homo-, Trans- und Gender-Sexuelle.

Diesen ‚Gottesdienst‘ gibt es laut Eigenwerbung seit 2002.[7]

Und dieser Gottesdienst ist nicht eine kleine unbekannte Nische im großen katholischen Kirchenbau, sondern überregional bekannt – bis nach Augsburg. Dort titelt die ‚Augsburger Allgemeine‘: „Katholisch und schwul: Der Gottesdienst für Homosexuelle“.[8]

 

  1. Beleg: Beispiele für Segnungsgottesdienste zum Valentinstag 2018[9]

Alle „Menschen in Beziehung“ dürfen zum Beispiel in die Bürgersaalkirche am 12.2.18 kommen.

Ein Gottesdienst für den 11.2.18 fordert „verliebte, verlobte, verheiratete, junge, alte, fromme und weniger fromme Paare“ zum Kommen in den Pfarrverband Obergiesing auf.

 

  1. Beleg: Pfarrer Schießler verteidigt in München (St. Maximilian) die Homo-Ehe offensiv

Dass in Bayern alle Fünf gerade sind, wird wohl kaum einer verneinen, der sich all das zu Gemüte führt.

Der Stadtpfarrer von St. Maximilian, Rainer Maria Schießler, schreibt nicht nur Bücher, die wohl schwer mit der katholischen Glaubenslehre vereinbar sind, sondern gibt deutliche Interviews. In katholisch.de wird er „als langjähriger Pfarrer von Sankt Maximilian im Münchener Gärtnerplatzviertel“ vorgestellt, „wo viele Homosexuelle lebten“. Er „breche […] eine Lanze für sie. Denn innerhalb der Kirche komme man keinen Schritt weiter, wenn sie verurteilt würden, so Schießler. Im Übrigen seien die Anfragen von homosexuellen Paaren, die einen kirchlichen Segen wollten, im Mikrobereich. „‘Und die, die kommen, sind top wertvolle Edelsteine.‘“[10]

Und diese so genannten ‚Edelsteine‘ sollen seelsorgerlich begleitet werden: ohne Evangelium, also ohne die Vergebung der homosexuellen Sünden allerdings.

 

 

  1. Beleg: Seelsorge im Pfarrverband Fürstenfeld[11]

Was Kardinal Marx und seine Mitstreiter meinen, wird dort gelebt. Ganz offen heißt es im offiziellen Internetauftritt des Erzbistums München: „Auch die Kirche tut sich bis heute schwer damit, Homosexuelle ganz zu akzeptieren. Die sexuelle Handlung definiert die Kirche immer noch als Sünde.  Es ist an der Zeit, hier einen Blickwechsel zu vollziehen. Homosexuell lebende Menschen müssen in der Kirche willkommen sein – so wie sie sind!
Die Liebe und die Verantwortung füreinander sind die Kriterien für ein gelingendes Leben aus der Perspektive des Evangeliums.“

Beim Evangelium geht es nicht mehr um die Bekehrung der Sünder, sondern um die Verheißung von diesseitigem Glück – wie in der Gnosis.

[1] https://www.br.de/nachricht/kardinal-marx-homosexuelle-100.html

[2] https://mk-online.de/meldung/zwischen-lehramt-und-seelsorge.html

[3] https://www.herder-korrespondenz.de/heftarchiv/72-jahrgang-2018/heft-1-2018/ein-gespraech-mit-dem-dbk-vorsitzenden-kardinal-reinhard-marx-gott-denkt-groesser

[4] Herder-Korrespondenz, 1/2018, 21.

[5] Ebd.

[6] http://www.pfarrverband-muenchen-westend.de/

[7] http://www.queergd.de/

[8] https://www.augsburger-allgemeine.de/bayern/Katholisch-und-schwul-Der-Gottesdienst-fuer-Homosexuelle-id31627182.html

[9] https://www.erzbistum-muenchen.de/news/bistum/Gottesdienste-und-Segen-zum-Valentinstag-32122.news

[10] http://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/tv-serie-munchener-pfarrer-schieler-spielt-sich-selbst

[11] https://www.erzbistum-muenchen.de/pfarrei/pv-fuerstenfeld/cont/55883