Homo-Häresie in Mainz

Bischof Kohlgraf heuchelt mit den Wölfen – und deckt Ansgar Wucherpfennig

                                                                                                                        Berlin, 28.Oktober 2018

Mainz wie es singt und lacht ist allen in Deutschland ein Begriff. Nun müssen wir alle neu lernen: Mainz – wie es mit den Wölfen heult und das Evangelium verleugnet.

Bitte lesen Sie selbst!

 

  1. Beleg: Interview mit der Mainzer ‚Allgemeinen Zeitung‘ vom 15.August 2017[1]

Wie alle vorher genannten Bischöfe in Deutschland geht Bischof Kohlgraf nicht mehr davon aus, dass Homosexualität eine schwere Sünde ist – und stellt sich offen gegen Rom.

Auf die klare Frage der Journalistin „Ist Homosexualität Sünde?“, antwortet der ordinierte Kleriker: „Das hat die katholische Kirche niemals behauptet.“[2]

Das stimmt – und ist dennoch eine ganze Lüge: ja, die homosexuelle Begierde ist noch keine Sünde, denn erst die willentliche Zustimmung macht sie zu einer solchen.

Welcher Zeitungsleser versteht diese theologischen Spitzfindigkeiten? Nirgendwo erklärt der Bischof diesen Unterschied.

 

  1. Beleg: Der Mainzer Bischof verteidigt Pater Wucherpfennig[3]

In seiner Erklärung vom 15.Oktober 2018 gibt er praktisch eine Ehrenerklärung für den ehemaligen Rektor der Jesuiten-Hochschule St. Georgen ab, weil er meint, die Freiheit der Wissenschaft sei bedroht.[4]

Scheinheilig fragt er: „ob es legitim sein kann, mit einzelnen Sätzen eine kirchliche Praxis und Lehre heute zu begründen. Konkret steht die Frage im Raum, ob eine Aussage des Apostels Paulus im Römerbrief (Röm 1,26 f.) über homosexuelle Praxis im ‚Heidentum‘ eine auch heute noch allgemein gültige Aussage sein könne.“[5]

Wie lächerlich diese alberne Frage ist, zeigt sich vor dem Forum der Menschheitsgeschichte selbst: einhellig verurteilt das Judentum[6] seit Sodom und Gomorra praktizierte Homosexualität – und der Katechismus der Katholischen Kirche seit 1992 in den einschlägig bekannten Paragrafen 2357-2359.

Nie hat es in der Kirchengeschichte von immerhin zweitausend Jahren Zweifel an der Sexualmoral gegeben.[7]

Und: geht es wirklich um den Juden Paulus, der das Heidentum überspitzt kritisiert? Jeder Theologiestudent lernt in jeder Hochschule, dass sich der Brief an die Römer an ein heidenchristliches Publikum wendet. Bewusst vermeidet es der Völkerapostel, das Alte Testament zu zitieren, von dem er eben nicht ausgehen kann, dass die Heiden die jüdische Bibel kennen.

Die Wendung „widernatürlich“ (contra naturam) in Röm 1,26 will eigentlich nur eines: den Heiden aufzeigen, dass es keinerlei Entschuldigung für ihr gottloses Treiben gibt, weil sie mit ihrem Verstand wissen müssen, dass es gegen die menschliche Natur ist, was sie tut. Basta.

Selbst wenn wir den Römerbrief nicht hätten – und das ganze Alte Testament: unser eigener Menschenverstand kann verstehen, dass die primären Geschlechtsorgane von Mann und Frau buchstäblich zu und in einander passen. Basta.

Eine so genannte Verteidigung der Freiheit des Abendlandes ist so lächerlich wie ein Kropf. Basta.

 

  1. Beleg: Caritas ist wieder die Brücke zum Homosexuellen-Milieu[8]

Wie wir schon in anderen Bistümern gesehen haben, ist das kirchliche Milliarden-Unternehmen Caritas mit bundesweit mehr als 600.000 Mitarbeitern die Brücke der Homo-Lobby in die Kirche hinein.

Sicher mag man sich fragen, ob die lapidare Nein-Antwort im Interview mit dem Bischof auf die Frage nach der homosexuellen Sünde vielleicht nur etwas verkürzt ist.

Nein, ist sie nicht. Der Bischof eröffnet nur zwei Wochen später einen Fachtag zum Thema ‚Sexualität als Beratungsthema‘ am 30.8.2017.

 

Ein Workshop-Thema lautet ‚Katholische Beratung – unabhängig von der sexuellen Orientierung?!‘. Und es ist damit mehr als deutlich, wenn es im Flyer heißt: „Realität ist, dass Menschen unabhängig von ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität in Beratungsstellen kommen. Realität ist aber auch, dass häufig eine gewisse Verunsicherung bei den Klient_innen besteht, ob ihr Thema in einer katholischen Beratungsstelle überhaupt Thema sein darf. Der Workshop möchte Basisinformationen zu den Themen Homosexualität und Transidentität sowie zu Coming-out-Prozessen vermitteln.“[9]

 

Mit einem Wort: Der regierende Bischof Peter Kohlgraf eröffnet den Fachtag mit einem einleitenden Vortrag zum Thema ‚Die Bedeutung der Ehe-, Familien- und Lebensberatung in einer vernetzten Beziehungspastoral‘ – und übergibt das Wort an einen LGBT-Aktivisten namens Frank Grandpierre des Projekts ‚Queernet Rheinland-Pfalz‘[10], der den Workshop über Homosexualität und Transidentität hält…

 

 

  1. Beleg: Umfrage zur Familiensynode im Bistum Mainz[11]

Ganz offen beschreibt die Mainzer Caritas, dass sie nichts von der katholischen Sexualmoral hält: „Unsere Beratung zeichnet sich durch eine grundsätzliche Offenheit für Paare und Familien unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung aus. Sie versteht sich als pastorale Aufmerksamkeit gegenüber gleichgeschlechtlichen Paaren und sogenannten #Regenbogenfamilien‘. In der Paar- und Erziehungsberatung halten wir eine Fachberatung vor, die von gleichgeschlechtlichen Paaren vielfach in Anspruch genommen wird.“[12]

Und in der Stellungnahme der Fachreferate ‚Ehevorbereitung, Ehebegleitung, Alleinerziehende‘ sowie ‚Ehe, Familie und Senioren‘ des Bischöflichen Ordinariats ist freudig von Segensfeier von Homosexuellen die Rede, die schon stattgefunden haben: „Gleichgeschlechtliche Paare werden in der Pastoral kaum beachtet, haben sich aber auch weitestgehend aus dem Raum der Kirche zurückgezogen. In Einzelfällen gibt es Segensfeiern für gleichgeschlechtliche Paare.“[13]

Wahrscheinlich zutreffend ist die folgende Einschätzung: „Mindestens 98% der Antworten kann man zunächst unter den Generalnenner „Toleranz und Akzeptanz“ stellen, der sich dann in ein großes Spektrum von Haltungen auffächert: Gelassenheit, Achtung, Respekt, Nächstenliebe, Barmherzigkeit, Solidarität, Zuwendung, Nähe, Begleitung, Integration bis hin zu einzelnen Vorschlägen, homosexuelle Menschen aktiv in die Seelsorge für diese Personengruppe miteinzubinden . Häufiger jedoch wird die Antwort gegeben, man solle Menschen in homosexueller Partnerschaft so behandeln wie alle anderen Gemeindemitglieder auch, wobei gelegentlich Sorge mitschwingt, es könne in der Kirche bzw. in den Gemeinden zu einer überproportionalen Betonung des Themas „Homosexualität“ kommen, analog zur Situation in den säkularen Medien.“[14]

Das Kirchenvolk hat abgestimmt und heult mit den gottlosen Wölfen – und der Hirte heult mir.

Und das ist zum Jammern.

[1] https://www.allgemeine-zeitung.de/lokales/mainz/nachrichten-mainz/brennen-fur-dienst-am-menschen-der-kunftige-mainzer-bischof-peter-kohlgraf-hat-klare-vorstellungen_18108744

[2] Ebd.

[3] https://bischof.bistummainz.de/detail/fuer-eine-wissenschaftlich-verantwortete-bibelauslegung/d945dfe5-5f1b-42f3-bd2e-23a980d4dc6b?mode=detail

[4] Vgl. auch https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/kohlgraf-fordert-wissenschaftlich-begrundete-bibelauslegung

[5] Ebd.

[6] Um Pater Wucherpfennig zu unterstützen, soll die arme Rut aus dem Alten Testament für lesbische ‚Liebe‘ herhalten… https://www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/an-keiner-stelle-verurteilt-die-bibel-homosexualitat

[7] Ein Professor Söding meint: „Auch das Lehramt hat was zu lernen“… https://www.domradio.de/themen/glaube/2018-10-11/auch-das-lehramt-hat-was-zu-lernen-theologe-soeding-zur-darstellung-von-homosexualitaet-der-bibel

[8] https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=5&ved=2ahUKEwi5trmK7qbeAhXP2qQKHVWlAicQFjAEegQIBRAC&url=https%3A%2F%2Fwww.caritas-bistum-mainz.de%2Fcms%2Fcontents%2Fcaritas-bistum-mainz%2Fmedien%2Fdokumente%2Fflyer-fachtag-sexual%2Fflyer_sexualitaet_als_beratungsthema_2017_08_30.pdf%3Fd%3Da%26f%3Dpdf&usg=AOvVaw2nkFwzPYtWctadDcnXmDql

[9] Ebd.

[10] https://www.queernet-rlp.de/

[11] https://www.google.de/url?sa=t&rct=j&q=&esrc=s&source=web&cd=3&cad=rja&uact=8&ved=2ahUKEwjkg8DC9KbeAhUH_aQKHULiAMcQFjACegQIBxAC&url=http%3A%2F%2Fdownloads.bistummainz.de%2F2%2F147%2F1%2F51068558392882314323.pdf&usg=AOvVaw1xyOUWHJy6kMlj377gQmuT

[12] Ebd. S.39.

[13] Ebd.

[14] Ebd.