Die BVG-Busfahrer

Nett, seelenruhig – und mit randvollen Bussen: besser geht es nicht!

Jetzt mal ehrlich: früher waren sie auch mal pampig und fuhren einem vor der Nase weg. Das waren noch Zeiten, nämlich als die Busse z.B. an meiner Haltestelle noch alle drei Minuten kamen. Nun ja, lange ist es her.

Ich wohne hier im schönsten Bezirk, in Steglitz: bei uns ist die Welt noch in Ordnung – und die beliebte Einkaufstraße  mit echtem Schloss ganz nah.

Einmal erlebte ich, wie Randalierer des Busses verwiesen wurden. Wirkliche Rabauken. Der liebe Busfahrer machte von seinem Hausrecht Gebrauch – und stoppte den Bus. Die Halunken stürmten raus, eine Vierer-Bande. Und kamen wieder. Der Busfahrer und wir Fahrgäste mussten uns gegen die Mitteltür stellen, damit sie die nicht eintreten konnten! Wirklich war! Dann stellte der Fahrer den Warnblink-Modus ein – und nichts ging mehr!

Ja, unsere Berliner Busfahrer sind wahre Helden!

Immer häufiger muss ich miterleben, wie die neuen Doppeldecker bis zum Rand gefüllt sind: oben und unten und in der Mitte auf den Treppen stehen alle.

Da tun sie mir leid, unsere Berliner Busfahrer: dann wenn was passiert – die nörgelnden Fahrgäste sind sicher nicht Schuld, sondern die Helden am Lenkrad.

Da müsste das Fräulein Vorstandsvorsitzende nicht so furchtbar ehrgeizig sein – und ihre Mitarbeiter schützen: vor der Angst, im vollbesetzten Bus die armen Fahrgäste im Crash gegen die Wand zu fahren. Sicher haben viele Busfahrer nicht nur Rückenschmerzen, sondern auch Albträume.

Wir brauchen wieder mehr Busfahrer, damit sie weniger heldenhaft sein brauchen!