Deutschland in Europa

Deutschland in einem Europa der Vaterländer

Die Stärke von Angela Merkel ist die große Schwäche der Familien – die Familien liegen am Boden. Wer Deutschland erneuern möchte, muss die Familie als kleinste Zelle des Staates stärken!

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Christliche Erneuerung: die letzte Chance für Deutschland und Europa

Die Lage

  1. Die derzeitige Flüchtlingskrise offenbart eine schwelende Verfassungskrise: demokratisch verfasster Nationalstaat oder bürokratischer EU-Zentralismus?
  2. Vaterlandsliebe ist nicht die Deutschtümelei Ewiggestriger, sondern die moraltheologische Bringschuld der Staatsbürger, die aus dem 4.Gebot entspringt: „Die Heimatliebe und der Einsatz für das Vaterland sind Dankespflichten und entsprechen der Ordnung der Liebe.“(Katechismus der Katholischen Kirche 2240)
  3. „Die Familie ist die Urzelle des gesellschaftlichen Lebens“(KKK 2207): Ehescheidung, Verhütungsmittel, Homo-Ehe und Gender-Mainstreaming haben die Kette des Lebens, den Generationenvertrag, zerrissen – seit der Zeitwende 1968.
  4. Wer den kausalen Zusammenhang von Familie und Weitergabe des Lebens in den Kindern leugnet, hört auf, logisch zu denken.
  5. Der Homo incuratus in se ipsum (Augustin), der in sich verkrümmte Mensch, ist derjenige, der in Selbstliebe den Nächsten vergisst – und damit auch, wer er selbst ist.
  6. Es ist sicher nicht nur ein geschichtlicher Zufall, dass mit der Vergreisung Deutschlands seit 1968 auch die Verschuldung einher geht.
  7. Wer den kausalen Nexus des Generationenvertrags und die vernünftige Fortpflanzung in Ehe und Familie leugnet, verlässt Gott und seine Gebote: die Verschuldung Deutschlands geht mit der Anbetung des Mammons einher.
  8. Die Erneuerung Deutschlands ist nur durch seine christliche Selbstvergewisserung möglich: wer nicht von der Familie Gottes (Josef, Maria und Jesus) her denkt, denkt gar nicht, sondern träumt – von den Chimären des Mammons.
  9. Die Anbetung des Mammons führt zu mannigfachen Rechtsbrüchen:
  10. Wolfgang Schäuble hat in einem Interview mit der ‚Welt‘ erklärt, dass es natürlich eine Obergrenze für Flüchtlinge gibt: „ultra posse nemo obligatur“(Welt, 2./3.10.15: „Über sein Können hinaus ist niemand verpflichtet.‘“ Ähnliches erklärte der liebe Herr Rupert Scholz in einem ebenfalls lesenswerten Interview im ‚Tagesspiegel‘ (15.10.15). Das deutsche Volk muss über einen Volksentscheid seine Meinung kundgeben.
  11. Die Visegrad-Staaten(Ungarn, Polen, Slowakei und Tschechien) haben eine andere Vorstellung vom Nationalstaat als andere Völker: niemand kann ein Volk zwingen, andere Menschen aufzunehmen, wenn es gegen dessen Willen verstößt. Wenn ein Volk ‚christlich‘ sein will und nur christliche Flüchtlinge aufnehmen will, dann handelt es nicht undemokratisch. Die angedachte EU-Quoten-Regelung verstößt eklatant gegen das Selbstbestimmungsrecht der Völker.
  12. Die Auflösung der EU, wie sie derzeit ist, aber auch Haarrisse im föderalen Gefüge Deutschlands (Bayern, aber auch Sachsen), deuten sich an. Eigentümlich ist, wie das „Alte Europa“(George W. Bush) gegen das Neue steht: Visegrad gegen Deutschland, und die neuen Bundesländer gegen die alten.

 

Gründe für die Kraft von Angela Merkel

 

  1. Es ist zutiefst das Versagen des katholischen Klerus, das zum Zerfall der Familien führt. Durch die Austrocknung der christlichen Milieus in beiden Großkirchen schwindet das Bewusstsein für die Notwendigkeit der Familie.
  2. Die ‚Bewusstseinsmaschine Kirche‘ läuft nicht mehr: in den Predigten werden die Schafe nicht mehr vor den Wölfen gewarnt, indem es unterlassen wird, Sünde beim Namen zu nennen.
  3. Weil die Notwendigkeit einer christlichen Politik im Volk Gottes nicht mehr gesehen wird, ist das ‚hohe C‘ in den C-Parteien ausgehöhlt.
  4. Im Grundsatz ist alles, was Sünde ist, abgeschafft: niemand liebt Gott und seine 10 Gebote.
  5. Weil die wenigen Familien zerrüttet sind, ist unser Staat in größter Gefahr.
  6. Es fehlt die Kontrolle des Staates durch ihre kleinste Einheit, die Familie.
  7. Europa wird inzwischen von Klientelgruppen regiert: Räuberbanden.

 

Christlicher Glaube und politische Kultur

 

  1. Bedeutsam für die Demokratie ist die Nächstenliebe: achte ich den anderen nicht, so benutze ich ihn.
  2. Den anderen besser zu verstehen als er sich selbst: diese Liebesregel ist grundlegend für Christen.
  3. Schuld zu erkennen ist Selbstkritik: wer die eigenen Grenzen kennt, sucht den Fehler nicht bei anderen.
  4. Es ist größte Ich-Stärke eigene Schuld nicht nur zu erkennen, sondern auch zu bekennen, z.B. in der Heiligen Beichte.
  5. Nur der christliche Glaube ist in der Lage, dem Politiker die Gewissheit zu geben, dass es notwendig sein kann, das eigene Leben den Gemeinwohl unterzuordnen, ja das Leben Gott im Äußersten zurück zu schenken.

 

Glaube und relativistischer Totalitarismus

  1. Als das ewige Wort Fleisch geworden ist, kam Gott zur Vernunft: Er wurde buchstäblich begreifbar.
  2. Der christliche Glaube ist vernünftig verstehbar, denn es gibt Gründe.
  3. Sünde ist ein anderes Wort für Schuld: es umgreift die philosophische Ursächlichkeit, indem es ihren Anfang bekennt.
  4. Wer Sünde erkennt, er kennt sich selbst als Täter in seiner Ursächlichkeit.
  5. Anfang und Ende sind vernünftig zu erkennen.
  6. Wer Sünde erkennt, der erkennt die Ordnung der Dinge an: er tritt aus dem lächerlichen Kreislauf der Selbstbezogenheit heraus – Gott ist es, der an die erste Stelle tritt.
  7. Egoistische Selbstbezogenheit heißt: ich bin meine Welt.
  8. Sündhaftigkeit heißt: in bin Teil einer größeren Ordnung.
  9. Nur wer das Böse als das Gottfremde erkennt, kann überhaupt eine Zweiheit denken.
  10. Wer das Böse nicht erkennen möchte, muss sagen: alles ist gut!
  11. Die philosophische Wurzel des modernen „relativistischen Totalitarismus“(Benedikt XVI) ist die Weigerung, das Böse zu erkennen.
  12. Jede Ordnung wird verweigert: das Chaos ist letztlich der Zustand des ‚anything goes‘.
  13. Der moderne Relativismus ist also dem Buddhismus wesensnäher als dem Christentum.
  14. Als Totalitarismus ist er anderen Ismen nahe verwandt: wer das Böse in sich nicht erkennen kann, muss ihm Wesensfremdes im Anderen erkennen – und ausmerzen.
  15. Das Christentum ist also im Letzten tolerant: wie der Sünder seine eigene Sünde erkennen kann, muss er sie als sein Eigenes aushalten. Zuerst muss er also erkennen, wie schwer es mit ihm selbst auszuhalten ist. Daraus speist sich seine Geduld mit den anderen.
  16. Wer die Bosheit der Sünde leugnet, muss entweder das Böse überhaupt leugnen oder das, was die eigene Weltsicht stört, ausmerzen.
  17. Sünde erkennen heißt: Ich-Stärke beweisen und an seinem eigenen Charakter arbeiten.
  18. Der relativistische Totalitarismus ist der philosophische Deckmantel des pharisäischen Gutmenschen. Die Welt der Gutmenschen ist immer keimfrei und klinisch sauber, da alles zerstört werden muss, was nicht passt.
  19. Der Christ ist also per se der Gegentypus zum Massenmensch: als Sünder weiß er um seine Schwäche und Verletzlichkeit. Statt andere zu töten, arbeitet er an seinem Charakter.

Ausblick

 

  1. Ohne wirkliche Not leugnet der deutsche Episkopat himmelschreiende Sünden wie gelebte Homosexualität und Gender-Mainstreaming.
  2. Damit werden auch die letzten Reste von gesunden Familien mit Kindern verführt.
  3. Ohne Familien gibt es letztlich keine Grundlage für ein Staatswesen: Kinder sind nun einmal die Zukunft einer jeden Gesellschaft.
  4. Ohne Eltern, die über die Zukunft ihrer Kinder nachdenken, gibt es keine Staatsbürger, die im Tiefsten eine gute Zukunft wollen.
  5. Rentner und Arbeitslose können nach der Devise leben: Rette sich, wer kann; Familien grundlegend nicht.
  6. Merkel besiegen – nur durch eine christliche Erneuerung
  7. Wir brauchen wieder Gott – in den Familien.
  8. Wenn wir nicht anfangen, Liebe zu machen, wird uns der Mammon besiegen.
  9. Nur durch eine tiefgreifende christliche Erneuerung kann die Demokratie in Europa gerettet werden.
  10. Alle Macht den Kindern – zuerst dem Jesuskind.