Warum unser christliches Abendland notwendig ist…

…und was es mit meiner Bekehrung zu tun hat – und warum Herr M. aus M. auswandern sollte

Berlin, 13.Januar 2019

  1. Vorwort

Vor fast genau 28 Jahren, als ich mit 25 Jahren noch jung und knusprig war (jetzt bin ich nur noch knurrig), konnte ich mich zu Jesus Christus bekehren.

Wer das Wort ‚Bekehrung‘ nicht mag, dem sei verziehen: ich liebe es nicht nur, weil es so altmodisch klingt, sondern weil es genau ausdrückt, was da geschieht: ein Umbruch, eine Abkehr vom Alten.

Mir geht es da ganz anders als dem anderen, der in höchsten Würden steht und gerne sein Kreuz nicht nur in Jerusalem ablegt und das ‚christliche Abendland‘ ablehnt: dem Herrn M. aus M.

Ich dagegen bin buchstäblich heilfroh, weil ich unser christliches Abendland als reine unverdiente Gnade empfand und finde. Im ziemlich christlichen Biotop ‚Westberlin‘ geboren und aufgewachsen – mit bis zu 50% Christen allüberall.

Ja, es ist reine unverdiente Gnade, wenn man innerhalb von 10 Kilometern zwei oder mehr Kirchen findet und die Glocken nicht nur Sonntags klingen.

 

  1. Die Lektüre von Immanuel Kant im Philosophieunterricht

Ich war gerade dabei das Abitur über den Zweiten Bildungsweg nachzuholen, da las ich in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung eine Besprechung von Kants ‚Eine Vorlesung über Ethik‘. Ich kaufte mir das Buch, weil wir gerade über Kant sprachen. Kant meinte, man bräuchte Gott, um besser die Gebote zu halten.

Ich verneinte zuerst – und wenige Wochen später bekehrte ich mich. Nun meinte ich doch: ja, es ist gut, einen starken Partner an seiner Seite zu haben, wenn die Nächstenliebe doch nicht so einfach scheint.

Was das mit dem ‚christlichen Abendland‘ zu tun hat? Nur hier gibt es christlich geprägte Denker, die ganz selbstverständlich im Philosophieunterricht an staatlichen Schulen angeboten wird.

 

  1. Pflichtbewusstsein im Berufsalltag

Wer sich bekehrt, der wird von Gott wie ein Baby gepampert – und auf des Adlers Fittichen getragen. So ging es auch mir.

Es gibt so viele furchtbare Würdenträger, die ihr Amt missbrauchen – und damit viele andere. Zum Beispiel, indem sie Politik mit dem Evangelium vermischen, also kostbarsten Wein mit Gülle panschen.

Kaum war ich Ende Januar bekehrt, bekam ich einen Keulenschlag nach dem anderen, nicht auf der Straße, nein, sonntags von der Kanzel. Damals herrschte der Krieg um die Befreiung Kuwaits und die linke Socke vorne musste seine Meinung loswerden.

Meine Rettung war eine Urlaubskarte eines echten Gottesmannes, der im Urlaub in Dänemark weilte. Über zehn Ecken erfuhr ich vom Gottesmann, schickte einen Brief an seine Gemeinde, die schickte ihn nach Dänemark – und der Ruheständler antwortete.

Er brauchte nicht antworten. Er war im Ruhestand. Er entschuldigte sich sogar – für die verspätete Antwort.

Ich würde sagen: Pflichtbewusstsein der Kirchgemeinde, der drei Postboten und des Ruhestands-Christen ist ein wichtiges Erbe unseres christlichen Abendlandes. Nirgendwo sonst gibt so viel Moral – als gerade in Europa.

 

  1. Religionsunterricht & Co.

Wir können alle wohl viel über den Religionsunterricht sagen. Ich lernte irgendwelche Fremdworte kennen: Pharisäer, Phönizier, Kanaaniter und Ägypter.

Das ist beileibe nicht das, um was es geht. Aber als ich mich bekehrte, war der Gott, von dem ich wusste, Jesus Christus. Ich suchte meinen Gott nicht in einer Synagoge, nicht in der Moschee und nicht auf freiem Feld. Nein, ich freue mich im ehemaligen Westberlin an den Kirchenglocken um 18 Uhr.

Wenn Eltern ihre Kinder an öffentlichen Schulen in einen besonderen Unterricht über Jesus Christus schicken, dann leben wir im christlichen Abendland.

 

  1. Denkschriften der christlichen Kirchen

Lang ist es her, nämlich knapp dreißig Jahre. Wohl seit der Wiedervereinigung immer weniger gewünscht: die Einmischung der christlichen Kirchen in die Politik – im guten Sinne.

Es gab eine lange Diskussion von evangelischer Seite und auch katholisch: kann es einen ‚guten‘ Krieg geben? Während Bush Senior das UN-Mandat auf seiner Seite hatte, um Kuwait von der Irakischen Besatzung zu befreien, wurde es schwierig beim zweiten Irakkrieg unter Bush Junior.

Damals war ich noch evangelisch – und auf der Seite des bekehrten ehemaligen Alkoholikers George Walker Bush, der für den Einmarsch im Irak war. Gewiss eine kapitale Fehlentscheidung.

Die Denkschriften waren allerdings christliche Philosophie vom Allerbesten: gut durchdacht und öffentlich kontrovers diskutiert.

Wenn die christlichen Kirchen sich nicht durch Skandale Gehör verschaffen müssen, sondern einfach gehört werden, weil es breite Volksschichten für wichtig halten: das ist christliche Abendland.

 

  1. Wir-Gefühl auf den Weihnachtsmärkten

Der Terroranschlag auf dem Breitscheidplatz am 19.Dezember 2017 traf die Friedenssehnsucht der Menschen. Geschenke und Glühwein – mitnichten nur Dönekens. Jesus Christus schenkte sich den Menschen als Heiland der Welt – deswegen beschenken wir Christen uns. Und viele Heiden und Juden und Moslems tun es uns gleich. Und weil schenken geistig anstrengend ist – die unzähligen Familienfeste mit anschließenden Fehden zeugen davon –, muss der Körper gelabt werden, z.B. mit Glühwein.

Nun, ich mag nicht so gerne Glühwein – und Geschenke kaufe ich dort selten. Wie schön aber ist es, wenn so viele Menschen Weihnachten feiern, weil es etwas Gutes ist. Sicher, wenn wir den Mut hätten, unsere Nachbarn über den wahren Sinn der Heiligen Nacht aufzuklären, dann wäre uns allen geholfen.

Und doch: christliches Abendland ist, wenn die Menschen die größten christlichen Feste mitfeiern, weil sie meinen: im Ursprung sind sie etwas Gutes!

 

  1. Wenn Moslems ‚gesegnete Weihnachten‘ wünschen

Mein liebster Politiker ist ein Hesse, türkischstämmig und Moslem: der CDU-Landtagsabgeordnete Ismail Tipi.

Wenn wir eine Handvoll Politiker seines Schlages hätten, wäre Deutschland gerettet: unbeschreiblich wie er immer wieder Hass-Prediger wie Pierre Vogel in die Öffentlichkeit zerrt.

Ehrlich gesagt habe ich Angst um sein Leben: er könnte von den salafistischen Islamisten getötet werden. Denn er wird von diesen üblen Fanatikern als ‚Kafir‘, als ‚Ungläubiger‘ also, gebrandmarkt.

Und das auch deshalb, weil er – anders als die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung – ‚gesegnete Weihnachten‘ wünscht.

 

  1. Mein Wunsch

Wenn Herr M. aus M. nichts mit dem christlichen Abendland anfangen kann, soll er auswandern, vielleicht in den Kulturkreis des Arabischen Halbmond, auch Morgenland genannt. Dann braucht er sein Kreuz auch gar nicht mehr zu tragen.

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