Meine drei Lieblingshirten: Spiegel Gottes!

„Oh, wie groß ist der Priester! Wenn er sich selbst verstünde, würde er sterben…“

Berlin, 16.Dezember 2018

Mit diesem Wort des heiligen Pfarrer von Ars kann man gewiss das Tun eines jeden Priesters auf der ganzen weiten Welt beschreiben – und so auch das, was meine drei Lieblingshelden tun (z.B. im Beichtstuhl von St. Joseph im Berliner Wedding s.o.).

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Liebe drei Lieblingspriester,

wahrscheinlich bekommen die Priester heutzutage selten einen Liebesbrief von einem Laien. Zumal von einem, der als ehemaliger Lutheraner gar sehr vor dem Übertritt gewarnt wurde, als würde er nicht das Reich Christi auf Erden betreten, sondern in die Schlangengrube der Sodomiter geworfen.

Nun, vor zwölf Jahren war ich also gewarnt worden und auf alles gefasst. Und es kam anders: die Geistlichkeit katholischerseits ist doch ein großes Bisschen qualitativ besser: in den guten Predigten (weil die Rund-Um-Messversorgung von praktisch Morgens bis Abends die bessere Übung macht) und weil die Nähe der Hirten zu ihren Schafen nicht nur durch die Beichte intensiver ist. Die Siebenzahl der Sakramente drückt vielleicht das alles am besten aus – siebenmal besser.

Und Sie drei ragen, so ganz subjektiv, besonders heraus.

Der eine von Ihnen hatte in diesem Sommer die bisher einzige Predigt meines Lebens gehalten, in der es endlich einmal nur um Sünde ging: die Todsünde der Völlerei – praxisnah auf die ewige Handy-Schielerei angewandt, in freier Rede vorgetragen. Denkbar wäre es gewesen so eine kleine Abhandlung über die Sünde an und für sich zu halten, bei der sich niemand angesprochen fühlen würde.

Der andere predigt immer wieder so herrlich von den lieben Märtyrern, dass man über die Vorfreude auf das Himmelreich die Todesangst vergessen möchte. Er hat den einen Märtyrer im letzten Jahr so lebensnah beschrieben, dass man gerne zum Zeugen Christi werden möchte.

Und der dritte von Ihnen ist mir im Gedächtnis geblieben, weil er im Beichtstuhl mit großem Nachdruck auf den „Stecken und Stab im finsteren Tal“ in Psalm 23 in Verbindung mit der Brotbitte des Vaterunsers hingewiesen hat. Wir sollen unser Leben aus der Hand Gottes nehmen, ohne auf den nächsten Augenblick zu schielen.

Und was soll ich noch alles sagen? Zwei von Ihnen haben das Ruhestandsalter lange erreicht – und arbeiten weiterhin tapfer mit im Reich Gottes!

 

Gott segne Sie alle drei in dieser Advents- und Weihnachtszeit!

Ihr dankbarer

 

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