In aller Öffentlichkeit XIV – Homo-Häresie im Bistum Magdeburg

Bischof Feige macht seinem Namen alle Ehre – nur nicht Gott

Berlin, 11.November 2018

Mitten in der Diaspora ein Bischof, der für Vieles steht, nur nicht für Tapferkeit in katholischer Lehre.

Ein Hirte weidet seine Schafe, weil er Weidegründe sucht: Wiesen mit saftigem Gras.

Die geballte Faust braucht niemand: weder Schafe noch Menschen. Der zart wirkende Bischof des zweitkleinsten Bistums tritt seinen Schafen gezielt dahin, wo es besonders weh tut: ins Gewissen.

Bitte lesen Sie selbst!

  1. Beleg: Rede vor Ehejubilaren am 28.September 2013[1]

Vor rund zweihundert heterosexuellen Ehepaaren, die gut katholisch zusammenleben, sprach der Magdeburger Bischof Feige folgende bemerkenswerten Worte: „Auch andere Lebensformen als die klassische Ehe gelte es nicht zu diskriminieren. ‚Wer sind wir auch‘, sagte Feige, ‚dass wir diejenigen etwa verurteilen, die nach Brüchen in ihrem Leben neue Partnerschaften eingehen, die die Ehe scheuen und so zusammenleben oder homosexuell veranlagt sind, vor allem dann, wenn sie füreinander einstehen und sich gegenseitig unterstützen?‘ Ihnen, so der Bischof weiter, müsste ‚unser Interesse und unsere Sorge genauso gelten wie denen, die eher unseren Vorstellungen und Idealen entsprechen‘.“[2]

Mit einem Wort: der Bischof verteidigt nicht die Ein-Ehe zwischen Mann und Frau mit Kindern, wie es dem katholischen Ideal entspricht, sondern fordert von den stetig durch Pornografie und Ehebruch angefochtenen Ehepartnern zudem noch Außerordentliches: Duldsamkeit für ‚Wilde Ehen‘ und homosexuellen Partnerschaften – nach dem Motto ‚Hauptsache zusammen‘.

 

  1. Beleg: Frontalangriff gegen die katholische Sexualmoral am 13.Februar 2014[3]

Das Domradio.de, das Kölner Internetportal zu Verbreitung innerkirchlicher Irrlehre, zitiert den Magdeburger Bischof wie folgt: „Feige zeigte sich solidarisch mit dem Trierer Bischof Stephan Ackermann und betonte, es sei ‚endlich an der Zeit, sich offen der ungeschminkten Wirklichkeit zu stellen und im Geiste Jesu Christi sensibel und fair um verantwortbare und lebensdienliche Lösungen zu ringen‘. Mehrere Bischöfe hatten zuvor Ackermanns Äußerungen öffentlich verurteilt. Es helfe auch nicht, immer nur Verbote zu erneuern oder Bedenken vorzutragen, sagte Feige der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) am Donnerstag in Magdeburg. Mit Blick auf die geübte Kritik sagte Feige: ‚Ich halte es für unangebracht, wenn Bischöfe sich über die Medien vorführen und gegeneinander aufbringen lassen.‘“[4]

Wir erinnern uns: der Trierer Bischof Ackermann will ein Ende der katholischen Sexualmoral und „hatte in einem Redaktionsgespräch mit der ‚Mainzer Allgemeinen‘ erklärt, er sehe Veränderungsbedarf für Moral und Sexualethik seiner Kirche. Es sei nicht mehr zeitgemäß, eine zweite Ehe als Todsünde anzusehen und Wiederverheirateten die Zulassung zu den Sakramenten dauerhaft zu verweigern. Es sei ebenfalls nicht haltbar, vorehelichen Sex generell als schwere Sünde zu bewerten, so der Bischof. Zugleich betonte Ackermann, es gehe nicht um grundsätzliche Änderungen der Lehre. Es gelte, das Verantwortungsbewusstsein des einzelnen zu stärken, um eine ‚Gewissensentscheidung dann aber auch zu respektieren‘.“[5]

Nun, Bischof Feige will eigentlich nur eines: die katholische Lehre im Land der Deutschen Bischofskonferenz außer Kraft setzen – klammheimlich.

Andere Bischöfe sollen dabei bitte schön nicht stören.

 

  1. Beleg: Caritas Magdeburg gewährt „Beistand beim Coming out“[6]

Der Milliardenkonzern mit 600.000 Mitarbeitern allein in Deutschland bietet eigentlich alles – außer katholische Lehre.

Die Caritas-Beratungsstelle in Magdeburg preist ihre Arbeit wie folgt an: „Der Caritasverband für das Bistum Magdeburg bietet homosexuellen Männern und Frauen in seiner Beratungsstelle einen Anlaufpunkt, berät bei rechtlichen, sozialen und praktischen Problemen und bietet Beistand beim Coming out. Einen besonderen Schwerpunkt setzt er auf die Prävention und die Aufklärungsarbeit. Dazu gehören unter anderem Themen wie Sexualaufklärung, Aids und HIV. Durch Vorträge auch in Schulen wird versucht Diskriminierung und Vorurteile, Unsicherheiten und Berührungsängste um Umgang mit Homosexualität abzubauen.“[7]

Nun, natürlich wird dort nicht gesagt, dass Homosexualität auch u.a. eine pubertäre Entwicklungsstörung sein kann. Und natürlich wird dort nicht gesagt, dass Gott gelebte Homosexualität gar nicht gut findet.

Und natürlich ist die Frage: was sucht die Caritas in Schulen? Hat die katholische Kirche nichts Anderes zu tun, als gute katholische Lehre in den Schmutz zu ziehen – und offenbare Todsünder gegen so genannte ‚Diskriminierung‘ (wohl durch Christen?) zu schützen?

 

  1. Beleg: Neujahrsempfang für junge Ehepaare und Familien[8]

Bischof Feige mahnt die wenigen jungen Ehepartner, die sich beim Neujahrsempfang des Bistums Magdeburg eingefunden haben, doch bitte zur Duldsamkeit für die neuen gesellschaftlichen Entwicklungen: „Gesellschaftlich jedoch gibt es in Bezug auf Ehe und Familie einen tief greifenden Wandel. ‚Aus der Großfamilie ist immer mehr eine Klein- und Kleinstfamilie geworden. Viele Paare leben auch unverheiratet zusammen, so dass mehr als jedes zweite Kind in Sachsen-Anhalt außerhalb der Ehe geboren wird. Homosexuell veranlagte Menschen leben in verbindlichen Partnerschaften, für die der Bundestag jüngst den Ehebegriff ausgedehnt hat.  Aus katholischer Perspektive gebietet es uns der Respekt vor jedem Menschen, solche Formen von verbindlichen Lebens- und Liebesgemeinschaften nicht zu diskriminieren.‘“[9]

Man könnte ja erwarten, dass ein Hirte seelsorgerlich Tipps gibt, wie eine katholische Ehe ein Leben lang hält. Geistliche Tipps natürlich und nicht Zoten von Loriot.

Nein, statt die Bürden des Alltags zu erleichtern, sollen die armen Eheleute gegenüber allen Anfechtungen gegen die Ehe tolerant sein: Warum noch lebenslange Einehe, wenn der Bischof so viel Verständnis für Unverheiratete und homosexuelle Partnerschaften hat?

Wäre es nicht umgekehrt sinnvoll, den Unverheirateten und Homosexuellen Lust auf heterosexuelle Liebe mit Kindern in der Ehe zu machen?

[1] https://www.bistum-magdeburg.de/aktuelles-termine/presse-archiv/archiv-2013/ehejubilare-bericht-und-bilder.html

[2] Ebd.

[3] https://www.domradio.de/themen/ethik-und-moral/2014-02-13/bischof-feige-kritisiert-debatte-um-ackermann-aeusserungen

[4] Ebd.

[5] Ebd.

[6] http://www.caritas-magdeburg.de/67255.html

[7] Ebd.

[8] https://hallespektrum.de/nachrichten/bistum-magdeburg-neujahrsempfang-fuer-junge-ehepaare-und-familien/306288/

[9] Ebd.

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