In aller Öffentlichkeit X: Homo-Häresie im Bistum Trier

Bischof Ackermann: Promotor der LGBT-Netzwerke in der Kirche

Berlin, 14.Oktober 2018

Ein kirchlicher Missbrauchsbeauftragter, der die gesamte katholische Sexuallehre über Bord wirft – und damit letztlich das Erlernen von Selbstbeherrschung und Steuerung des Sexualtriebs: was kann von so einem zu halten sein?

Lesen Sie selbst und machen sich ein Bild!

  1. Beleg: Homosexualität nicht mehr „widernatürlich“[1]

Wie alle vorher genannten Bischöfe in Deutschland geht Bischof Ackermann nicht mehr davon aus, dass Homosexualität eine schwere Sünde ist.

Aus einem Interview mit der ‚Mainzer Allgemeinen Zeitung‘[2], das leider nicht mehr abrufbar ist[3], zitiert ‚Spiegel online‘ am 6.Februar 2014: „Beim Thema Homosexualität sprach sich Ackermann dafür aus, an das Verantwortungsgefühl des Einzelnen zu appellieren. ‚Wir dürfen nicht einfach sagen, Homosexualität sei widernatürlich‘, sagte er. Sie dürfe aber nicht in Promiskuität und Triebbefriedigung ausgelebt werden.“[4]

Bischof Ackermann betonte, es „gelte, das Verantwortungsbewusstsein des einzelnen zu stärken, um eine ‚Gewissensentscheidung dann aber auch zu respektieren‘.“[5]

Mit einem Wort: wer die gleichgeschlechtliche Neigung in einer ‚stabilen Beziehung‘ wie einer ‚eingetragener Partnerschaft‘ auslebt, lebt nicht mehr ‚widernatürlich‘, sondern verantwortungsvoll.

Homosexuelle Sexualität kann in so genannten ‚eingetragenen Partnerschaften‘ seinen Ausdruck finden – und die Kirche segnet sie quasi ab. Kein Wort findet der Bischof, um die gleichgeschlechtliche Unzucht zwischen Mann und Mann sowie zwischen Frau und Frau zu tadeln.

Das widerspricht natürlich den Worten des heiligen Apostels Paulus, wie er es für alle Zeiten im ersten Kapitel seines Römerbriefes (Vers 26) ausdrückt – und wie es zu allen Zeiten Lehre der katholischen Kirche war.

 

  1. Beleg: Die öffentliche innerkatholische Diskussion um die Ackermann-Äußerung

Es war zuerst das verdienstvolle Internet-Portal kath.net, das zwei Tage nach der DPA-Meldung am 8.2.14 protestierte und titelte: ‚Ackermann stellt sich offen gegen Rom: Sex vor der Ehe keine Todsünde‘[6].

Es war dann der Fuldaer Bischof Algermissen, der sich offen gegen die Ackermann-Äußerung stellte: „Das Ergebnis der Umfrage aus den deutschen Bistümern zur Sondersynode eignet sich nicht zu bischöflichen Einzelaktionen. Singuläre Botschaften an die Öffentlichkeit sind da kontraproduktiv.“[7]

Auch der Augsburger Bischof Zdarsa widersprach Bischof Ackermann: „Insofern gilt er als Richtschnur dessen, was in der Weltkirche Geltung hat. Ich sehe keine Veranlassung, mich als Diözesanbischof gegen diesen weltkirchlichen Konsens zu stellen. Bislang hätte ich allerdings nie gedacht, dass ich einmal so fundiert zur Meinung eines bischöflichen Mitbruders Stellung nehmen muss.“[8]

Gegen die Ackermann-Äußerung wandte sich auch Kardinal Brandmüller.[9]

 

 

  1. Beleg: Öffentliche Diskussion des LSVD Saar im Juli 2014 mit Bischof Ackermann[10]

Wie schon der Essener Bischof Overbeck wagte sich auch der Trierer Bischof quasi in die Höhle des Löwen, was natürlich großen Respekt abnötigt.

Nur leider will er nicht bekehren und die Sünder zur Buße rufen, sondern macht einen Kotau vor der Sünde. Falsch ist in jedem Fall die Aussage[11]: „Die katholische Kirche bezeichne Homosexualität nicht als Krankheit, erklärte Ackermann. ‚Wenn es Gruppen gibt, die Homosexualität heilen wollen, tun sie das nicht im amtlichen Auftrag.‘“[12]

Der ‚Katechismus der Katholischen Kirche‘ bezeichnet Homosexualität als „schlimme Abirrung“ sowie als Verstoß „gegen das natürliche Gesetz“.[13]

Natürlich ist eine Heilung der gleichgeschlechtlichen Neigung möglich, wenn auch es auch „tiefsitzende homosexuelle Tendenzen“[14] geben kann, die aus einer genetischen Vorveranlagung folgen und eventuell nicht heilbar sind.

Ein Bischof allerdings, der sich einfach mit einer homosexuellen Pressure-Group wie dem LSVD gemein machen möchte, versündigt sich schwer.

 

  1. Beleg: Bistums-Synodale treffen Lesben- und Schwulenverband am 3.Februar 2015[15]

Nun, der Bischof kam in die Höhle des Löwen – und seine Synodalen folgten. Nach Saarbrücken, also nicht in kirchlichen Räumen, pilgerte die Sachkommission 10 namens ‚Familie in all ihrer Vielfalt in Kirche und Gesellschaft und Geschlechtergerechtigkeit‘ und stellt sozusagen kirchlich fest: „Alle Beteiligten waren sich einig, dass der hilfreichste Weg zum Abbau von Vorurteilen die persönliche und respektvolle Begegnung sei, für die mehr Möglichkeiten geschaffen werden sollten. Die Arbeit an den Themen ‚Regenbogenfamilien‘ und ‚Kirche und Homosexualität‘ habe durch dieses Treffen an Gewicht gewonnen, teilt die Sachkommission mit.“[16]

In früheren Zeiten mögen homosexuell Veranlagte froh gewesen sein, wenn Kirchenoffizielle überhaupt mit ihnen gesprochen haben. Jetzt kommen Kirchenoffizielle offiziell zu ihnen, um ihnen das Evangelium bistumsweit – zu verweigern!

 

  1. Beleg: Abschlussdokument der Trierer Synode vom 30.April 2016[17]

Wenn der Hirte der Irrlehre zuneigt, dann folgen ihm bald auch seine Schäflein. Die Synode des Bistums Trier tagte und alle Kleriker stimmten dem Punkt 2.36 zu: „Eine Haltungsänderung gegenüber Menschen in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften ist anzustreben, um einen respektvollen und nicht abwertenden Umgang mit ihnen herbeizuführen. Ein kontinuierlicher Dialog auf allen Ebenen ist ebenso wie die Zusammenarbeit mit gleichgeschlechtlich orientierten Menschen und ihren Verbänden selbstverständlich zu pflegen. Ein seelsorgliches/pastorales/liturgisches Angebot soll im Dialog mit gleichgeschlechtlich orientierten Menschen entwickelt werden. Dieses Angebot richtet sich auch an deren Kinder und das gesamte familiäre Umfeld.“[18]

Besonders perfide ist hier nicht nur, dass es um einen neuen liturgischen Ritus geht, wie das ‚Zentral-Organ der Homo-Lobby‘ zu Recht titelt[19], sondern auch um die Kinder, die die Homosexuellen aus früheren Partnerschaften mitbringen.

[1] http://www.spiegel.de/panorama/trierer-bischof-sex-vor-der-ehe-nicht-unbedingt-schwere-suende-a-951779.html

[2] https://www.allgemeine-zeitung.de/politik/rheinland-pfalz/bischof-sexualethik-veraendern_13848816

[3] Vgl. die DPA-Meldung https://www.sueddeutsche.de/news/service/kirchen-bischof-ackermann-fuer-aenderung-katholischer-sexualethik-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-140206-99-00601

[4] http://www.spiegel.de/panorama/trierer-bischof-sex-vor-der-ehe-nicht-unbedingt-schwere-suende-a-951779.html

[5] https://www.domradio.de/themen/ethik-und-moral/2014-02-13/bischof-feige-kritisiert-debatte-um-ackermann-aeusserungen

[6] http://www.kath.net/news/44790

[7] http://www.kath.net/news/44852

[8] Ebd.

[9] http://www.kath.net/news/44877

[10] http://saar.lsvd.de/veranstaltungen/termin/artikel/date-mit-dem-bischof/

[11] https://www.rhein-zeitung.de/panorama_artikel,-bischof-ackermann-zoelibat-nicht-die-ideale-lebensform-und-homosexuelle-wertschaetzen-_arid,1181444.html

[12] https://www.domradio.de/themen/bistümer/2014-07-17/bischof-ackermann-diskutiert-mit-lesben-und-schwulen

[13] KKK 2357.

[14] KKK 2358.

[15] https://www.bistum-trier.de/news-details/pressedienst/detail/News/bistums-synodale-treffen-lesben-und-schwulenverband/?L=0&cHash=05c498ace812214fc1d02690500100c0

[16] Ebd.

[17] https://www.bistum-trier.de/fileadmin/user_upload/docs/SYNODE-IM-BISTUM-TRIER.pdf

[18] Ebd.

[19] https://www.queer.de/detail.php?article_id=26042

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