In aller Öffentlichkeit VII: Homo-Häresie im Bistum Münster

Bischof Genn ermöglicht alles: Beteiligung an CSD bis Fast-Homo-Segnung

Was alles im ursprünglichen tiefkatholischen Stammland Münster möglich ist: niemand hätte das vor zehn Jahren für möglich gehalten.

Dabei will Bischof Genn die rituelle Homosexuellen-Segnung zwar nicht, aber hat doch ganz grundsätzlich rein gar nichts gegen homosexuellen Partnerschaften.

Aber lesen Sie selbst.

  1. Beleg: Verbot einer Segensfeier für den homosexuellen Bürgermeister von Emmerich[1]

Wie alle vorher genannten Bischöfe in Deutschland (vgl. die Beiträge in der Kategorie ‚Homo-Häresie) geht Bischof Genn nicht mehr davon aus, dass Homosexualität eine schwere Sünde ist.

Im Gegenteil möchte er dem Eindruck wehren, „eine gleichgeschlechtliche Partnerschaft herabzuwürdigen“[2]. Einzig dem Eindruck will Bischof Genn entgegentreten, „dass in der Kirche eine homosexuelle Hochzeit gefeiert werde. Daher wolle man betonen, dass es einen Unterschied zwischen dem Sakrament der Ehe und einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft gebe.“[3]

 

  1. Beleg: ‚Dokumentation zentraler Anliegen‘ der Münsteraner Kirchengemeinde Heilig Kreuz[4]

Praktisch alle Aussagen des katholischen Lehramts über die christliche Sexualmoral – weit hinaus über das Thema ‚Homosexualität‘ – werden in dieser Aneinanderreihung aus dem Jahre 2013 in Zitaten von Gemeindegliedern in Frage gestellt.

Homosexualität ist ja nur eine einzige Infragestellung der Ehelehre, andere sind ‚Wilde Ehe‘, Wiederheirat Geschiedener, etc.

Beispiele von vielen in der Rubrik ‚Wunsch/Empfehlung‘:

–          „Gemeinde soll aufklären und Informationen setzen gegen die vielen falschen Behauptungen zum Thema Homosexualität. Der Satz in Levitikus: „Der Mann soll sich nicht zum Manne legen“, ist „nicht das Ende der Diskussion, sondern der Anfang der Exegese!“[5]

–          „Teilnahme am Christopher Street Day in Münster – am 15. Juni. „Machen Sie mit! Würde Jesus nicht mit Menschen mitgehen, die für gleiche Rechte, Toleranz, Mitmenschlichkeit, Liebe auf die Straße gehen?“[6]

 

  1. Beleg: Beteiligung der Cloppenburger Gemeinde St. Andreas am CSD 2018[7]

Was in Münster wohl noch nicht möglich ist (?), praktiziert die katholische Gemeinde St.Andreas in Cloppenburg ganz offen – seit drei Jahren.

Der Christopher Street Day (CSD) war früher ein gutes Mittel, um gegen die Diskriminierung von Homosexuellen zu demonstrieren. Heutzutage ist es ein reines Mittel, die eigene Lebensauffassung ungehemmt in aller Öffentlichkeit vorzutragen.

Das eigene Bistumsblatt ‚Kirche + Leben‘ schreibt: „Die St.-Andreas-Gemeinde Cloppenburg beteiligt sich auch in diesem Jahr an einem ökumenischen Gottesdienst im Rahmenprogramm des so genannten Christopher-Street-Day (CSD) in der Kreisstadt. Der Gottesdienst am 17. Juni um 17 Uhr, genau eine Woche vor dem eigentlichen Cloppenburger CSD am 23. Juni, ist nach 2016 und 2017 die dritte kirchliche Feier im Umfeld dieses regionalen Treffens homosexueller und transsexueller Menschen.“[8]

Und das so genannte katholische Medium resümiert die Meinung des zuständigen Priesters: „Cloppenburgs leitender Pfarrer Bernd Strickmann begrüßt das Treffen und hält die Beteiligung der Kirchen für ein wichtiges Zeichen, das noch selbstverständlicher werden müsse. Auf Nachfrage von „Kirche+Leben“ sagte er, er halte es für wichtig, als Kirche in jeder Gesellschaftsgruppe dabei zu sein, und er sehne den Tag herbei, „an dem man eine Beteiligung der Kirche nicht mehr hinterfragen muss“.[9]

So richtig es ist, jeder Diskriminierung und Herabsetzung von LGBT-Menschen zu wehren, so falsch ist es, damit offene Unzucht zu fördern.

 

  1. Beleg: Erklärung des Diözesankomitee der Katholiken im Bistum Münster vom 21.10.2017

In einem Papier vom 21.10.2017 erklärt das Diözesankomitee: „Die Qualität der Paarbeziehung und ihre gesellschaftliche Dimension“ vom 21. 05. 2011 festgestellt, dass gelingende Partnerschaften eine gesamtgesellschaftliche Relevanz haben.“[10]

Hier sehen wir – wie schon bei Erzbischof Koch und Kardinal Marx -, dass der Leitbegriff der ‚Beziehung‘ von dem der Familie auf alle anderen ‚Beziehungen‘ übertragen wird.

‚Beziehung‘ wird so zur Brücke, die letztlich zu allen menschlichen ‚Beziehungen‘ führt: „Darüber hinaus hat sich das Diözesankomitee am 30. 05. 2015 mit einem Positionspapier zu den Themen ‚Umgang mit wiederverheiratet Geschiedenen‘ und ‚Umgang mit homosexuellen Menschen und mit homosexuellen Partnerschaften‘ geäußert.“[11]

 

  1. Beleg: Positionspapier des Münsteraner Diöszeankomitees vom 30.5.2015

Dort heißt es: „Das Diözesankomitee wehrt sich zudem gegen eine Diskriminierung und Ausgrenzung von Homosexuellen. Innerkirchlich sei eine „Kultur der Offenheit, in der es keinen Grund zum Verstecken gibt“, anzustreben. Zugleich stellen die Laien fest: „Im Hinblick auf gleichgeschlechtliche Partnerschaften geht es nicht darum, die Bedeutung der sakramentalen Ehe zwischen Frau und Mann zu relativieren oder gar in Frage zu stellen. Auch eine rechtliche Gleichbehandlung wie in Deutschland bedeutet nicht die Öffnung der Ehe.“ Die Kirche sollte aber prüfen, ob gleichgeschlechtlichen Partnerschaften Gebete oder Riten angeboten werden können.“[12]

Mit einem Wort: wenn eine kritische Masse von Irrenden lange bohrt, wird das Bischofsamt hinfällig – und die vollendete Irrelehre kommt heraus.

  1. Beleg: der Münsteraner Professor Thomas Schüller

Das so genannte katholische Medium ‚Kirche+Leben‘ ist auch hier der Trendsetter der Todsünde, indem es die Diskussion zum Thema ‚Segnung homosexueller Paare‘ geradezu befördert. Ein Lehrer der Kirche, Professor für Kirchenrecht an der Universität Münster, darf sagen: „Auch müsse die Glaubenskongregation im Vatikan zunächst anerkennen, „dass homosexuelle Handlungen keine schwere Sünde sind“. Er sei zurückhaltend bei der Frage, ob und wann das geschieht, zumal es Regionen in der Weltkirche gebe, in denen Homosexualität noch stark geächtet sei, etwa in Afrika oder Asien. Dort sei an eine Segnung Homosexueller nicht zu denken.“[13]

 

 

[1] https://www.konradsblatt-online.de/html/aktuell/aktuell_aktuell_u.html?&m=23041&artikel=84219&cataktuell=1170

[2] https://www.konradsblatt-online.de/html/aktuell/aktuell_aktuell_u.html?&m=23041&artikel=84219&cataktuell=1170

[3] https://www.konradsblatt-online.de/html/aktuell/aktuell_aktuell_u.html?&m=23041&artikel=84219&cataktuell=1170

[4] https://www.heilig-kreuz-muenster.de/fileadmin/user_upload/Galerien/Service/Publikationen/Dokumentation__Unsere_Kanzel_.pdf

[5] S.4:  https://www.heilig-kreuz-muenster.de/fileadmin/user_upload/Galerien/Service/Publikationen/Dokumentation__Unsere_Kanzel_.pdf

[6] Ebd.

[7] https://www.kirche-und-leben.de/artikel/gottesdienst-zum-christopher-street-day-in-cloppenburg/?type=1991&cHash=5de9bbf7b81fc914927d6b20c615bc9d

[8] https://www.kirche-und-leben.de/artikel/gottesdienst-zum-christopher-street-day-in-cloppenburg/?type=1991&cHash=5de9bbf7b81fc914927d6b20c615bc9d

[9] Ebd.

[10] http://www.dioezesankomitee.de/fileadmin/user_upload/dioezesankomitee/downloads/2016/2017-10-21_Positionspapier_Ehe-_und_Paarpastoral.pdf

[11] Ebd.

[12] http://www.dioezesankomitee.de/aktuelles/news/article/fruehjahrsvollversammlung-eine-frage-der-glaubwuerdigkeit/

[13] https://www.kirche-und-leben.de/artikel/segnung-homosexueller-paare-kirchenrechtler-uneins/

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